Weisheit

Egal was uns im Leben widerfährt, wir sollten eine Tür für neue Freundschaften offen lassen. Wir sollten uns der Möglichkeit nicht verschließen, dass ein Bekannter, den wir bisher kaum wahrgenommen haben, das Potenzial hat, ein guter Freund zu werden; dass ein Fremder, dem wir noch nicht begegnet sind, ein sehr wichtiger Freund für uns werden könnte.

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Das Leben in vollen Zügen genießen

Die Engel haben mich vieles gelehrt. Eine der wichtigsten Botschaften, die ich weitergeben soll, ist sehr einfach. Sie lautet: Genießen Sie das Leben in vollen Zügen!

Egal was in Ihrem Leben los ist, egal wie schwer manche Dinge für Sie sein mögen, Sie sind hier, um das Leben voll auszuschöpfen. Je mehr Sie das tun, desto besser können die Engel Ihnen helfen und Sie durch alle Höhen und Tiefen führen.

Nur zu häufig haben wir Angst davor, unser Leben voll auszuschöpfen. Beginnen Sie, all die wunderbaren Dinge in Ihrem Umfeld wahrzunehmen: Machen Sie einen Spaziergang, und betrachten Sie die wunderschöne Natur. Schenken Sie Ihren Nachbarn ein Lächeln, wenn Sie ihnen zufällig auf der Straße begegnen. Die meisten von uns erachten viele Dinge als selbstverständlich. Erst wenn wir etwas verlieren, erkennen wir, wie wertvoll es eigentlich war.

Es gibt sehr viel mehr im Leben als nur materielle Dinge. Häufig denken wir, sie seien das einzig Wichtige, aber mit dieser Einstellung verpassen wir so vieles andere.

Viele von uns denken zu sehr an sich selbst und versuchen stets, das Beste für sich herauszuschlagen. Dabei sollten wir mehr an andere denken und nichts für selbstverständlich halten. Sobald wir andere Menschen unterstützen, verbessert sich unsere Lebensqualität, denn durch unsere Hilfsbereitschaft finden wir zu einem erfüllteren Leben. Wenn wir anderen Menschen helfen, fördern wir unser Selbstwertgefühl und unsere eigene Lebendigkeit.

Gott und die Engel haben mir stets gesagt, dass sie uns lediglich dazu auffordern, etwas so gut zu machen, wie wir es eben können. Mehr erwarten sie nicht von uns, aber wir sollten es zumindest versuchen.

Was mir gezeigt wurde

Als ich einmal in einem großen Kaufhaus Kleidung durchsah, hörte ich eine Stimme von der anderen Seite einer Kleiderstange sagen: „Sie sind es doch, nicht wahr? Ja, ich erkenne Sie.“ Eine ältere Frau tauchte hinter der Kleiderstange auf und fuhr aufgeregt fort: „Ich habe Sie im Fernsehen gesehen. Ich kann nicht glauben, dass ich Ihnen persönlich begegne!“ Sie war ganz aus dem Häuschen. Ich begrüßte sie lächelnd. „Sie haben mir mein Leben zurückgeschenkt“, sagte sie. „Dank Ihnen macht mir mein Leben jetzt viel mehr Spaß. Als ich Sie im Fernsehen sah, erkannte ich, dass ich mein Leben nicht richtig ausschöpfte. Seitdem versuche ich, mein Leben viel mehr zu genießen. Ich sitze nicht mehr zu Hause und lasse das Leben nicht mehr an mir vorbeiziehen. Ich lerne, all die kleinen Dinge zu genießen, die ich früher nie bemerkt habe. Ich mache jeden Tag einen Spaziergang und genieße es, selbst wenn es regnet oder kalt ist. Nun sitze ich gern auf einer Parkbank und beobachte alles um mich herum, die Vögel, die Blumen, die Schmetterlinge, die Mütter mit ihren Kindern in den Kinderwägen. Ich habe sogar wieder ein wenig mit dem Gärtnern angefangen. Das habe ich seit Jahren nicht mehr gemacht.“

Während die Dame mit mir sprach, öffnete sich ihr Schutzengel hinter ihr. Er war wunderschön und groß und zeigte sich in einer sehr kraftvollen Erscheinung. Er blickte voller Liebe und Fürsorge zu der Frau hinab. Ich konnte ein goldrotes Funkeln in seiner Kleidung erkennen. Der Engel schenkte der Frau Kraft, damit sie das Leben ganz auskosten konnte. Sie war zudem von zahlreichen arbeitslosen Engeln umgeben. Manche von ihnen machten sich einen Spaß daraus, zwischen den Kleiderständern umher zu tanzen. Sie imitierten die Frau so, wie sie möglicherweise als Teenager gewesen sein mochte. Die Engel halfen ihr dabei, jeden Aspekt ihres Lebens auszukosten.

Die Frau fuhr damit fort, mir zu berichten, auf welche Weise sie das Leben nun genoss. Ich stand einfach da, hörte zu und lächelte.

„Ich habe ein paar Nachbarn zum Kaffeetrinken bei mir eingeladen, und wenn ich jetzt mit dem Bus fahre, setze ich mich neben einen anderen Fahrgast und beginne ein Gespräch mit ihm. Man braucht kein Geld, um sich am Leben zu erfreuen, Lorna. Und trotz all meiner Wehwehchen kann ich noch so viel machen. Ich bedauere nur eines: die Tatsache, dass ich all die Jahre verstreichen ließ, ohne das Leben voll auszuschöpfen.“

Als wir uns verabschiedeten, sagte sie mir noch, sie hätte die Botschaft der Engel, das Leben zu genießen, gern zwanzig Jahre früher vernommen. Ich umarmte sie herzlich und sah ihr nach, wie sie von Engeln umgeben das Kaufhaus verließ.